8 – Kvilda
Aus der Geschichte von Kvilda in der Goldsteigzeit
Ondøej, der Vertreter vom König Jan Lucemburský auf der Burg Písek, förderte von ihm etwa in dem ersten Drittel des 14. Jahrhunderts für seine Verdienste die Königsgrundstücke im Kvilda-Gebiet. Nach Ondøejs Tod bestätigte der gleiche Herrscher seinen Söhnen Tomáš und Jan das Waldeigentum „Wald, der traditionell als Gevilde bezeichnet wird und hinter Reychensteyn liegt“ und zwar mit allen Nutzen, Gewässern, Teichen, Wiesen, Weiden und Metallförderungsnutzen (Gold, Silber und weitere) in einer Urkunde von 23. Mai 1345. Früh nach der Entstehung vom Bergreichensteiner Goldsteigsteil entstand auf einem unbesiedelten Gefilde in der Nähe vom heutigen Kvilda ein Bauernhof Philde, an den im Jahre 1384 erinnert wurde. Die Entstehung der Siedlung Kvilda setzt man im 15. oder 16. Jahrhundert voraus. Dies beweisen auch hier gefundene Keramikbruchstücke.
In der Umgebung von Kvilda werden viele Reste nach der Goldförderung erhalten, die in Gestalt von Gipfeln und zwar an beiden Ufern des oberen Stromes von Hamerský und Kvildský Bach, der später in die warme Moldau mündet, zu sehen sind.
Die erste Siedlung hatte vor allem den Charakter einer Zoll- und Wachtstation, denn die Höhe über dem Meerespiegel verhinderte die landwirtschaftliche Tätigkeit. Die Siedlung und ihre Umgebung gehörten zum Zdíkovské-Herrschaftsgut von Malowetz. Im Jahre 1593 wird sie als „Tschechisches Dorf im Wald“ bezeichnet und die Saumtiere konnten sich hier und in der naheliegenden Horská Kvilda in zwei Saumtierwirtshäusern erfrischen.
Mit dem Goldsteiguntergang verloren die Kvilda-Bewohner die Hauptquellen ihres Broterwerbs. Noch nach dem Dreißigjährigen Krieg zeichnete die „Steuerrolle“ im Jahre 1654 die Viehzucht und Saumtiertätigkeit als den Hauptlebensunterhalt der Kvilda-Einwohner in den Schwarzen Wäldern aus.
Ondøej, der Vertreter vom König Jan Lucemburský auf der Burg Písek, förderte von ihm etwa in dem ersten Drittel des 14. Jahrhunderts für seine Verdienste die Königsgrundstücke im Kvilda-Gebiet. Nach Ondøejs Tod bestätigte der gleiche Herrscher seinen Söhnen Tomáš und Jan das Waldeigentum „Wald, der traditionell als Gevilde bezeichnet wird und hinter Reychensteyn liegt“ und zwar mit allen Nutzen, Gewässern, Teichen, Wiesen, Weiden und Metallförderungsnutzen (Gold, Silber und weitere) in einer Urkunde von 23. Mai 1345. Früh nach der Entstehung vom Bergreichensteiner Goldsteigsteil entstand auf einem unbesiedelten Gefilde in der Nähe vom heutigen Kvilda ein Bauernhof Philde, an den im Jahre 1384 erinnert wurde. Die Entstehung der Siedlung Kvilda setzt man im 15. oder 16. Jahrhundert voraus. Dies beweisen auch hier gefundene Keramikbruchstücke.
In der Umgebung von Kvilda werden viele Reste nach der Goldförderung erhalten, die in Gestalt von Gipfeln und zwar an beiden Ufern des oberen Stromes von Hamerský und Kvildský Bach, der später in die warme Moldau mündet, zu sehen sind.
Die erste Siedlung hatte vor allem den Charakter einer Zoll- und Wachtstation, denn die Höhe über dem Meerespiegel verhinderte die landwirtschaftliche Tätigkeit. Die Siedlung und ihre Umgebung gehörten zum Zdíkovské-Herrschaftsgut von Malowetz. Im Jahre 1593 wird sie als „Tschechisches Dorf im Wald“ bezeichnet und die Saumtiere konnten sich hier und in der naheliegenden Horská Kvilda in zwei Saumtierwirtshäusern erfrischen.
Mit dem Goldsteiguntergang verloren die Kvilda-Bewohner die Hauptquellen ihres Broterwerbs. Noch nach dem Dreißigjährigen Krieg zeichnete die „Steuerrolle“ im Jahre 1654 die Viehzucht und Saumtiertätigkeit als den Hauptlebensunterhalt der Kvilda-Einwohner in den Schwarzen Wäldern aus.
Umgebung, Natur, Persönlichkeiten, Ereignisse
Das Böhmerwalder Gegenwartsrelief wurde vom regelmäßigen Wechselspiel von Eiszeiten (Glaziaren) und wärmeren Zeiten (Interglaziaren) während der Pleistozenzeit (seit 1, 8 Millionen Jahren) beeinflusst. Die Landschaftsgestaltungen entstanden durch die Gesteinsverwitterung, Wind-, Flüsse- und Gletschertätigkeit.
Das Flussnetzeinschneiden in den hochgestellten Massiven bildete tiefe Bergtäler. In diesen hielten sich in den Eiszeiten größere Schneeakkumulationen auf, von welchen die Dolinengletscher und Gletscherzungen entstanden. Morphologisch markante Depressionen – Dolinen die heute zu Seen wurden, entstanden durch die Gletschertätigkeit. An der tschechischen Seite Böhmerwalds handelt es sich um Schwarzen-, Teufel-, Laka-, Prášilské- und Plešné-See. An der deutschen Seite ist das der Roklansee, der Große und Kleine Javorské-See.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden in der Umgebung die ersten Glasbläsereien, wie zum Beispiel das Filipova- und Toviášova- Hüttenwerk . Seit 1788 arbeitete in der Gemeinde eine berühmte Hinterglasmalereiwerkstatt, die von Johann Kaspar Hilgart und seinen Neffen gegründet wurde.
Seit 1878 war hier ein berühmtes Resonanzholzproduktion-Sägewerk tätig. Es arbeiteten hier vier Schmiede und es entstanden weitere Holzverarbeitungsbetriebsstellen.
Im Jahre 1910 standen hier bereits 122 Häuser mit 1146 deutschen Einwohnern. Die Schule in Kvilda wurde im Jahre 1768 gegründet. Im Jahre 1936 wurde hier auch eine tschechische Einzelklasse eingerichtet.
Die Gemeinde wurde durch die traditionelle Mehrheit der (deutschen) sozialistischen Demokraten bekannt. Sogar in den stürmischen Mai-Tagen des Jahres 1938 wurde hier kein Sudetendeutscher, sondern ein sozialdemokratischer Bürgermeister gewählt. Doch nicht mal diese konnten der Nachkriegsvertreibung ausweichen. Im Jahre 1946 kam die letzte Vetrieibungswelle von etwa 180 Personen zustande.
Das Böhmerwalder Gegenwartsrelief wurde vom regelmäßigen Wechselspiel von Eiszeiten (Glaziaren) und wärmeren Zeiten (Interglaziaren) während der Pleistozenzeit (seit 1, 8 Millionen Jahren) beeinflusst. Die Landschaftsgestaltungen entstanden durch die Gesteinsverwitterung, Wind-, Flüsse- und Gletschertätigkeit.
Das Flussnetzeinschneiden in den hochgestellten Massiven bildete tiefe Bergtäler. In diesen hielten sich in den Eiszeiten größere Schneeakkumulationen auf, von welchen die Dolinengletscher und Gletscherzungen entstanden. Morphologisch markante Depressionen – Dolinen die heute zu Seen wurden, entstanden durch die Gletschertätigkeit. An der tschechischen Seite Böhmerwalds handelt es sich um Schwarzen-, Teufel-, Laka-, Prášilské- und Plešné-See. An der deutschen Seite ist das der Roklansee, der Große und Kleine Javorské-See.
Nach dem Goldsteig- und Goldwegverfall
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden in der Umgebung die ersten Glasbläsereien, wie zum Beispiel das Filipova- und Toviášova- Hüttenwerk . Seit 1788 arbeitete in der Gemeinde eine berühmte Hinterglasmalereiwerkstatt, die von Johann Kaspar Hilgart und seinen Neffen gegründet wurde.
Seit 1878 war hier ein berühmtes Resonanzholzproduktion-Sägewerk tätig. Es arbeiteten hier vier Schmiede und es entstanden weitere Holzverarbeitungsbetriebsstellen.
Im Jahre 1910 standen hier bereits 122 Häuser mit 1146 deutschen Einwohnern. Die Schule in Kvilda wurde im Jahre 1768 gegründet. Im Jahre 1936 wurde hier auch eine tschechische Einzelklasse eingerichtet.
Die Gemeinde wurde durch die traditionelle Mehrheit der (deutschen) sozialistischen Demokraten bekannt. Sogar in den stürmischen Mai-Tagen des Jahres 1938 wurde hier kein Sudetendeutscher, sondern ein sozialdemokratischer Bürgermeister gewählt. Doch nicht mal diese konnten der Nachkriegsvertreibung ausweichen. Im Jahre 1946 kam die letzte Vetrieibungswelle von etwa 180 Personen zustande.

