3 – Zhùøský – System

Zhùøský – System

In den tiefen Wäldern des Bergrückens, der nach Süden von der Siedlung Kozí høbet bis zum Berggefilde mit der untergegangenen Siedlung Zhùøí steigt, befindet sich ein breites Zhùøský-System von dem Bergreichensteiner Teil der Goldsteigreste. Es handelt sich nicht nur um das höchst-liegende System auf unserem Gebiet; seine zahlreichen Hohlwege steigen praktisch ohne Unterbrechungen von 900 M. ü. NN bis auf die Höhe von 1100 M. ü. NN bei Huská-Berg.

Die Mittelaltersaumtiere mussten sich in diesen Lagen häufig unter extremen Wetterbedingungen bewegen. Hoher Schnee, Nebel, Regen und spürbare Kälte bilden dabei keine Ausnahme und darum verdienen sich die damaligen Händler und ihre mutigen Pferde, die die schweren Waren vor allem im Herbst und Frühling transportierten, unsere große Bewunderung und unseren Respekt.

Die Systemlage bildete die Basis für seine außergewöhnliche Erhaltung, da in diesen Höhen die menschliche Arbeit nie so intensiv wie in den niedrigeren Lagen sein konnte.

Von der Wiese (als Flusárna bezeichnet) in Richtung auf Horská Kvilda zieht sich der westlichste Hohlzentralweg, der am Anfang sehr imposant war – ein bis zu 4 Meter tiefer und mehrere Meter breiter Weg, stellenweise mit Pflästerungsspuren und mit schön ausgekreiselten Kurven. Er war höchstwahrscheinlich auch nach dem Goldsteigverfall benutzt worden. Heutzutage führt die grüne touristische Markierung hindurch.

Umgebung, Natur, Persönlichkeiten, Ereignisse

Das ursprüngliche Gepräge Böhmerwalds wurden von breiten Waldflächen mit überwiegenden Waldhorizonten, die von den Laubbaumkronen - Fichten, Tannen bzw. ihren Dürnhölzern, die in die Höhe herausschauten, gebildet waren. Der Waldboden wurde von dem mächtigen Baumabfall und den morschenden Stämmen gebildet.

In der Gegenwart ist das Gebiet des Nationalparks Böhmerwald von Fichten (ca. 70 %, in Naturwäldern ca. 40 %), Buchen (8 %, in den Naturwäldern 35 %), Tannen (9 %, in den Naturwäldern 15 %), Kiefern (4 %), Erlen (2 %), und Berg-Ahornen, Birken, Ulmen von etwa 1 % gebildet.

Nach dem Goldsteig- und Goldwegverfall

Im Jahre 2003 wurde eine Forschung des Zhùøský-System mithilfe der Eisendetektoren durchgeführt Es ergab sich eine Gesamtheit mehrerer Eisengegenstände. Davon wurden 25 Gegenstände zur Aufbewahrung ausgewählt und konserviert. Es handelt sich dabei um die dritt-größte Zahl der bisher erforschten Systeme des tschechischen Goldsteigteiles. Meistens handelt es sich um Hufeisen der Saumtierpferde. Weitere Funde beweisen die Gefährtnutzung – Ketten, Splinte usw.
Funde weiterer Eisengegenstände im Teil des Zhùøský-Systems

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