4 – Spitzberg / Bumbálka

Terezas Hüttenwerk stand gegenüber von der Hütte Bumbálka. Sie gehörte zum Bauernhof Girglhof. Dieser war in der Region von Markt Einsenstein einer der ältesten und reichsten. Die Grundstücke, die zu ihm gehörten, reichten bis zum Schwarzen See. Sogar die Hälfte des Sees gehörte dazu, welcher ihm den ursprünglichen Namen Girlsee gab. Ein Bestandteil des Hofes war auch die Kapelle des Heiligen Antonín Paduánský. Es gab dort auch eine Kneipe. Der erste Besitzer war die Familie Schreiner, erwähnt wird Michael. Der Hofname ist angeblich von dem Vornamen seiner Söhne abgeleitet. Alle drei hießen angeblich Jiøí. Als vor 200 Jahren die Familie Schreiner in der männlichen Linie ausstarb, heiratete die einzige Tochter den Händler Josef Fuchs, der später zum Bürgermeister von Markt Eisenstein wurde. Das gemauerte Gebäude, das hier bis heute steht, wurde auf dem Platz des Bauernhofholzhauses erbaut. Dieses zerstörte nämlich das Bauernhoffeuer im Jahre 1877, den ein Feuerfunken von der durchfahrenden Lokomotive verursachte. Das Bauernhofareal wurde durch die sozialistische Wirtschaft des landwirtschaftlichen Vereines und staatlichen Gutes zerstört.
Im Jahre 1883 erbaute Josef Fuchs (1834–1921) in der Nähe des Hofes eine Glasbläserei zur Herstellung von Tafel- und Spiegelglas. Diese war wahrscheinlich die letzte gegründete Böhmerwalder Glasbläserei. In der Zeit hatte er bereits Erfahrungen in der Glasbläsereiherstellung, denn er war der Vermieter des Pamfer Hüttenwerks. Das Hüttenwerk wurde nach Fuchs Frau Tereza benannt. Sie lag am rechten Ufer der Jezerní-Baches. Es gab im Hüttenwerk nur einen Ofen, der vom regenerativen Brennstoff mit acht Pfannen betrieben wurde. Fuchs beschäftigte bis zu 30 Glasbläser und Arbeiter. Doch das Hüttenwerk war nicht für lange Zeit tätig. Der Betrieb konnte nicht mit den nordtschechischen Glasbläsereien konkurrieren, wo man mit Kohle heizte. Manchmal wird angegeben, dass er hier nur zwei Jahre arbeitete. Nachher wurde der Glasbetrieb durch ein Sägewerk ersetzt. Das erste Feuer überlebte noch das Hüttenwerk, doch den zweiten Ende 1892 nicht mehr. Ein Jahr später im Frühling wurde der Schornstein abgerissen. Man kann ihn noch auf dem Bild von Jindøich Eckert sehen. Die Hüttenwerkreste sind hier bis heute bemerkbar, vor allem der Rauchabzug mit steifer Glasmasse.

Mapa